
| Alarmierung: 09:04 Uhr |
| Ort: Butzbach - Otto-Hahn-Strasse |
| Eingesetze Kräfte: |
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| ELW1 | LF 16 | RW1 | DLK 23/12 | ||||
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| TLF 24/50 | GWG 2 | TLF 16 | GW -L | ||||
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| sonstige Kräfte | Rettungsdienst | Polizei | Rettungshubschrauber |
Gegen 9:07 Uhr am 04.09.2007 wurde die FF Butzbach zu einem Gefahrguteinsatz alarmiert.
Bereits am 01.09.2007 wurde das Butzbacher Bergungsunternehmen Kran Burgard zu einem Verkehrsunfall auf der BAB Höhe Reiskirchen gerufen. Ein LKW mit Auflieger war mit einem Reisebus kollidiert. Am Einsatzort wurde ein Kunststoffbehälter mit Flüssigkeit von einer der Feuerwehren mit Leckdichtpaste abgedichtet und in schwarzer Folie eingepackt. Der LKW wurde anschließend mit Ladung auf dem eigenen Betriebsgelände zwischengelagert.
Nach über 3 Tagen Standzeit wurde die abgedichtete Leckage wieder undicht und ergoss sich langsam in die Folie bis zum Austritt auf die Ladefläche und auf den Hof.
Als erste Maßnahme wurde das Gelände großräumig abgesperrt, da bereits beim Antreffen der ersten Einsatzkräfte ein starker Ammoniakgeruch wahrgenommen wurde.
Die Stoffidentifikation erfolgte über die Leitstelle Gießen, den Spediteur sowie den Hersteller. Trotz all dieser Informationsstellen konnte uns keiner genau Auskunft über den Stoff geben, der schon beim Einsatz 3 Tage zuvor nicht identifiziert werden konnte.
Zum Schluss ging die Einsatzleitung von ca. 80% von der Substanz Indunal T 147 aus, einer Flüssigkeit, die ihre Anwendung in der Bauchemie, Holzveredelung, Lacke, Klebstoffe, Papierstreichfarben und in Reinigungsmitteln (Scheuermilch) findet und nicht als Gefahrgut deklariert ist .Ein Trupp unter Atemschutz wurde beauftragt, sich ein Bild über die Lage
zu verschaffen und festzustellen, wo die Undichtigkeit aufgetreten ist bzw. wie viele Behältnisse betroffen waren. Anschließend wurde die angestaute Blase der schwarzen Einpackfolie aufgeschnitten und mittels Edelstahlrinnenblech in einen runden Edelstahlbehälter ablaufen lassen. Danach wurde der Behälter mit einem Gabelstapler von der Ladefläche gehoben und die Entleerungsöffnung des Behälters über dem Auffangbehälter geöffnet, so dass der gesamte Inhalt aufgefangen werden konnte.
Von einem anderen Trupp wurden alle Kanaleinläufe verschlossen.
Die weißliche Flüssigkeit Indunal T 147 ist mit Wasser mischbar, dies wurde mit einer Probe Vorort nachgewiesen, um die Stoffunsicherheit einzugrenzen.
Zeitgleich wurde zudem eine Probe entnommen, die die Feuerwehr Friedberg zur Analyse nach Frankfurt zur Berufsfeuerwehr brachte.
Die Verunreinigung der Hoffläche sollte mit Wasser in die Kanalisation gespült werden, doch der Chef der Kläranlage lehnte diese Vorgehensweise ab, so dass die Fa. Kran Burgard mit ihrer Ölspurbeseitigungsmaschine im Anschluss an den Einsatz die Fläche selbst reinigte.
Nach zwei Tagen lag die Auswertung der Probe vor: danach war Styrol Monomer stabilisiert mit über 58% der Hauptanteil der Probe.
UN Nummer 2055
Gefahrnummer 39
Die im Anschluss an den Einsatz erfolgte Untersuchung der Einsatzkleidung ergab, dass diese nicht mehr für Einsatzzwecke geeignet ist und ersetzt werden muss. Die Schadstoffbelastung ist zu hoch.
Marco Wende FF Butzbach / Bilder FF Butzbach / Marco Wende / Jürgen Gerum
07.05. 19:30 Uhr Übung 16.05. 19:30 DLK Ausbildung
07.05.2012 19:30 Uhr
Samstag, 26.05.2012
ab sofort alle 4 Wochen Samstags von 11-13 Uhr
